Die Niederlande exportierten in den ersten sechs Monaten 2026 insgesamt 2.410.684 Ferkel, 20,9 % weniger als im gleichen Zeitraum 2025, als 3.047.090 Tiere verschickt wurden. Dies ist der niedrigste Wert seit einem Jahrzehnt und bestätigt den Abwärtstrend, den der niederländische Schweinesektor in den letzten Jahren verzeichnet, nachdem 2018 mit 3.630.258 Tieren ein Höchststand erreicht worden war.
Spanien bleibt trotz Rückgangs Hauptabnehmer zum zweiten Mal in Folge
Spanien ist weiterhin das wichtigste Zielland für niederländische Ferkel, eine Position, die es erstmals 2025 nach Überholung Deutschlands einnahm. Im ersten Halbjahr importierte Spanien 1.057.586 Ferkel aus den Niederlanden, ein Rückgang von 30,2 % gegenüber 1.514.183 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Deutschland liegt auf Platz zwei mit 1.039.074 importierten Ferkeln (−11 % gegenüber 2025).

Zusammen machen diese beiden Länder 87 % aller niederländischen Ferkel-Exporte aus – ein Anteil, der vor einem Jahrzehnt noch ganz anders war: Im ersten Halbjahr 2016 dominierte Deutschland praktisch den Markt mit 2.279.677 Tieren (68 % des Gesamtvolumens), während Spanien lediglich 114.111 Ferkel importierte.
Belgien (183.702 Ferkel) bleibt das drittgrößte Zielland mit einem Rückgang von 10 % gegenüber 2025. Es folgt Italien, das nach mehreren Jahren der Abnahme einen starken Anstieg auf 40.011 Tiere (+139 % gegenüber Vorjahr) verzeichnete, sowie Österreich, das stabil bei rund 29.000 Tieren blieb.
Rumänien verzeichnete unter den traditionellen Abnehmerländern den deutlichsten Rückgang, von 62.226 Ferkeln im ersten Halbjahr 2025 auf nur 11.036 im Jahr 2026, ein Minus von 82 %. Auch Slowenien (−26 %) und Luxemburg (−5 %) verzeichneten Rückgänge, während Kroatien (9.455, +27 %), Frankreich (5.305, +104 %) und Polen (2.396, +20 %) zu den wenigen Märkten gehören, die Zuwächse zeigten.

Ein zunehmend konzentrierter Markt
Die Daten bestätigen einen grundlegenden Trend: Der niederländische Ferkelmarkt, der 2016 noch auf mehr als ein Dutzend bedeutender Abnehmer verteilt war, konzentriert sich zunehmend auf zwei Käufer – Spanien und Deutschland –, die nun fast neun von zehn exportierten Ferkeln aufnehmen. Die übrigen Länder, mit den bemerkenswerten Ausnahmen von Italien und Belgien, spielen heute eine vernachlässigbare Rolle im niederländischen Ferkel-Exportgleichgewicht.
1. Juli 2026/ 333-Redaktion mit Daten des RVO.
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